Borkenkäferbekämpfung 2018

Borkenkäferbekämpfungsmaßnahmen 2018

Die Diskussionen über eine sinnvolle Borkenkäferbekämpfung verstummen nicht. Dabei kann sich jeder gefangene Käfer nicht mehr vermehren. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Wenn im ersten Flug des Borkenkäfers, 100.000 Weibchen gefangen werden, verhindert man die Entwicklung von bis zu 1,3 Mrd. Individuen.

Grundvoraussetzung für die Borkenkäferkontrolle sind die Wald- und Forsthygiene. Das bedeutet, dass befallene, sowie benachbarte Bäume rechtzeitig aus dem Wald entfernt werden müssen.
Ein Befall sollte erkannt werden, solange der Baum noch grüne Nadeln besitzt. Wenn man am Stammfuß braunes Bohrmehl auffindet, sollten bereits die ersten Maßnahmen gesetzt werden. Verfärbt sich ein befallener Baum bereits braun, ist es bereits zu spät. Die Borkenkäfer sind ausgeflogen und haben benachbarte Bäume besiedelt. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln. Die abgestorbenen Bäume könnten als Biotopbäume stehen bleiben. Sehr wichtig ist nur, dass die umherstehenden, frisch befallenen und "scheinbar" noch gesunden Bäume entfernt werden.

Zur Entwicklung des Borkenkäfers

Der Borkenkäfer ist ein "Schnapsbruder", wie Geschäftsführer Peter Witasek zu sagen pflegt. Dies kommt daher, dass der Käfer, wenn er im Frühjahr bei Temperaturen zwischen 15 und 18 °C erwacht, durch baumbürtige Lockstoffe, wie beispielsweise Alkohol, angelockt wird. Ist der Baum vital und gesund, werden Einbohrversuche durch erhöhte Harzproduktion abgewehrt. Ab einer gewissen Befallsdichte funktioniert dieser Mechanismus jedoch nicht mehr und die Käfer bohren sich ein. Beim Einbohren geben Borkenkäfer sogenannte Aggregationspheromone ab, die weitere Individuen anlocken und den Baum befallen.
Bei den derzeit herrschenden Temperaturverhältnissen muss in Montanlagen mit zwei, meist sogar drei Generationen gerechnet werden, in Hochlagen oft nur mit einer.
Zu den bedeutendsten Borkenkäferarten zählen der Buchdrucker (Ips typographus) mit einer Größe von etwa 4,2-5,5 mm und der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus) mit einer Größe von etwa 1,6-2,9 mm.

Borkenkäferbekämpfungsmaßnahmen

  • Herkömmliche Maßnahmen
    Fangbäume werden im Frühjahr gelegt. Diese Bekämpfungsmaßnahme bringt jedoch auch Probleme mit sich, denn ca. drei Wochen nach dem ersten Befall, müssen die Fangbäume aus dem Wald entfernt oder entrindet werden. Wird diese Frist versäumt, fliegt der adulte Käfer wieder aus dem Fangbaum aus und legt eine Geschwisterbrut an. Aber auch Nützlinge, wie der Ameisenbuntkäfer (Thanasimus sp.), suchen Fangbäume auf, da er Nahrung und Brutstätte für die Nachkommen bietet. Der Ameisenbuntkäfer ist ein natürlicher Gegenspieler der Borkenkäfer. Beim Entfernen des Fangbaumes jedoch, werden nicht nur die gefangenen Borkenkäfer, sondern auch einige Hundert Eier des Ameisenbuntkäfers vernichtet.

  • Moderner Forstschutz
    Eine moderne Form der effektiven Borkenkäferbekämpfung ist das Trinet® P. Dabei handelt es sich um eine Fangpyramide aus einem mit Pyrethroid versehenen (begifteten) Netz. In der Mitte der Fangpyramide wird ein passendes Pheromon platziert, um die gewünschte Anlockwirkung zu erzielen. Die Wirkungsdauer des Netzes liegt bei ca. 6 Monaten. Das Netzt inkl. Pheromone kann jederzeit nachbestellt werden. (siehe Nachrüstset Trinet® P). Borkenkäfer werden vom Pheromon angelockt und bei Kontakt mit dem Netz verlässlich abgetötet. Jede Borkenkäferart kann mithilfe des artspezifischen Pheromons in Kombination mit dem Trinet® P oder einem anderen Fangsystem bekämpft werden.
  • Zusätzlich zum Trinet® P empfiehlt sich die Verwendung von MultiWit® Borkenkäferschlitzfallen. Mit der MultiWit® ist sowohl der Trocken, als auch der Nassfang möglich. Die durchsichtigen Auffangbehälter verschaffen von außen einen Überblick über die gefangenen Käfer. Bei der Nassfangmethode wird in den Fangbehälter eine Salzlösung gegeben, welche den Verwesungsgeruch der gefangenen Tiere unterdrückt. Weiters wird der Käfer sehr schnell abgetötet und kann dadurch kein Ablenkpheromon abgeben.
    Hier finden Sie nähere Informationen zum Trinet® P und zur MultiWit® Borkenkäferschlitzfalle
  • Holzpolter müssen laut Richtlinien 500 m vom Wald entfernt gelagert werden. Ist man jedoch gezwungen, Holz im Wald zu lagern, gibt es zwei Möglichkeiten für den Schutz vor Borkenkäferbefall:
    - spritzen der Polter mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, wie z.B. Fastac® Forst oder Karate® Zeon oder
    - das Abdecken der Polter mit dem sogenannten Storanet®.
    Das Insektizid behandelte Netz mit den Maßen 8 x 12,5 m, kann auf jede beliebige Größe zugeschnitten werden. Es wird einfach über den zu schützenden Polter gelegt und verhindert den Befall von Rundholz, aber auch den Ausflug der Borkenkäfer aus bereits befallenem Holz. Das Storanet® bietet ca. 6 Monate durchgehenden Schutz, kann aber auch überlagert werden. Die Ausbringung ist witterungsunabhängig. Abstände von 20-30 m zum Bestand sind ausreichend. Die Borkenkäfer werden vom Geruch des Holzes angelockt und bei Berührung mit dem Netz verlässlich abgetötet.
    Hier finden Sie nähere Informationen zum Storanet®

 

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*Gutschein-Code gültig bis 30.04.2018. Pro Person maximal bei 10 Bestellungen im Onlineshop einlösbar. Der Gutschein-Code gilt nur für folgende Produkte: W314051, W317121, W317141, W317111; Gilt nicht für bereits getätigte Bestellungen. Gültig nur für Bestellungen im Onlineshop www.witasek.com. Eine Kombination mit anderen Aktionen ist nicht möglich. Keine Barablöse oder Kontogutschrift.

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